Bereitschaftspflege

Gemeinsam stark
für Kinder in Not

Bereitschaftspflege

oder Familie auf Zeit

Was ist Bereitschaftspflege?


Bereitschaftspflege ist eine Form der zeitlich befristeten Pflege für Kinder, die sich in einer akuten Notsituation befinden. Diese Maßnahme wird in der Regel vom Jugendamt organisiert, um Kinder schnell und vorübergehend in einem sicheren Umfeld unterzubringen, wenn sie beispielsweise aus ihrer Familie herausgenommen werden müssen. Gründe dafür können Vernachlässigung, Missbrauch, Gewalt, plötzliche Überforderung der Eltern oder andere Gefährdungslagen sein.

Die zentrale rechtliche Grundlage ist § 42 SGB VIII für die Inobhutnahme, wobei § 33 SGB VIII die Pflege an sich regelt. Beide Paragraphen greifen ineinander, wenn Kinder in Bereitschaftspflegefamilien untergebracht werden.

Wie werdet ihr eine Familie auf Zeit?


  • Ihr könnt euch direkt an das Jugendamt eures Wohnortes oder an freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe (z. B. Diakonie, Caritas oder andere soziale Organisationen) wenden.
  • Vereinbart einen Termin für ein Erstgespräch, in dem ihr Fragen klären und erfahren können, wie der Bewerbungsprozess abläuft. Oft gibt es auch allgemeine Informationsabende zum Thema Pflegefamilie.

  • Meist wird ein polizeiliches Führungszeugnis aller Familienmitglieder ab 16Jahre, ein Gesundheitszeugnis, ein Lebenslauf, ein Bewerbungsschreiben (Warum wollt ihr Kindern in Not ein Platz in eurer Familie bieten?) benötigt.
  • Meist gibt es Qualifikationsmaßnahmen, Vertrauensbildende Maßnahmen und viele Informationen Rund um das Bereitschaftspflegeverhältnis.

Welche Voraussetzungen
solltet ihr mitbringen?

Die zentralen Anforderungen, die von Jugendämtern und Trägern der Kinder- und Jugendhilfe gestellt werden: 
1. Persönliche Voraussetzungen - Stabile Lebensverhältnisse: Ein geregeltes, stabiles Lebensumfeld ist wichtig, um dem Kind Sicherheit und Halt zu geben.
2. Psychische Belastbarkeit:
Bereitschaftspflegeltern müssen mit schwierigen Situationen und den oft traumatischen Erfahrungen der Kinder umgehen können.
3. Empathie und Feinfühligkeit:
Die Fähigkeit, sich auf die Bedürfnisse der Kinder einzustellen und ihnen emotionalen Rückhalt zu bieten.
4. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit:
Da Bereitschaftspflege oft kurzfristig erfolgt, müssen Pflegeeltern flexibel reagieren können.
5. Pädagogische Grundhaltung:
Erfahrung oder Verständnis für die Entwicklung und Bedürfnisse von Kindern, auch in herausfordernden Situationen. 

oder doch lieber Dauerpflege?


Dauerpflege ist eine langfristige Lebensperspektive für Kinder, die in ihrer Herkunftsfamilie nicht mehr sicher sind.

Die Voraussetzungen für eine Dauerpflegefamilie ähneln denen für eine Bereitschaftspflegefamilie, legen aber besonderen Wert auf die langfristige Bindung, Stabilität und Erziehungsfähigkeit der Pflegeeltern.

Dauerpflegefamilien bieten ein stabiles und liebevolles Umfeld, bringen Geduld und Einfühlungsvermögen mit und sind bereit, sich langfristig auf die Bedürfnisse eines Pflegekindes einzustellen. Sie arbeiten mit dem Jugendamt und den leiblichen Eltern zusammen, um Kontakte zu ermöglichen, sofern dies dem Kindeswohl dient.

Der Prozess zur Anerkennung ist gründlich, da die Bedürfnisse und das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehen.


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Meine Zeit in der Bereitschaftspflege

ist ein interaktives und persönliches Lebensbuch für Pflegekinder zu einem sehr turbulenten Lebensabschnitt.

Ein Stück Biographiearbeit für den Weg ins Leben.
von mir

Gesucht! Pflegefamilien:
vom ersten Gedanken, über die Umsetzung - bis hin zur Selbstständigkeit des Pflegekindes 
von Doris Fery

Pflegeeltern werden:
Tipps und Erfahrungen: Von der Bewerbung bis zum Alltag mit Pflegekindern 
von Katarina M. König

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